Jakobine in der weiten Welt

Moskau, Moskau…!

Veröffentlicht in Uni von jakobine am 09/06/2008

Also, die Zeit des Suspense ist endlich vorbei und nachdem ich schon solche ANgst und Horrorvisionen hatte, nach dem hypernervös geführtem Stottergespräch mit der Auswahlkommission, muss ich mir nun doch keine Kugel in den Kopf jagen, denn:

Ich wurde angenommen beim Doppeldiplom MGIMO-Sciences Po 2008-2010!!

Kosaken, he-he-hebt die Gläser… (und so weiter ;) )

Im Klartext werde ich also das Studienjahr 2008-2009 in Moskau verbringen, und das darauf folgende dann in Paris. Jetzt wissen also Bescheid.

Im Sommer, bzw. Juli und August, bin ich übrigens für ein Praktikum bei der politikfabrik (siehe link links) in Berlin.

„The Bob“ in Piter

Veröffentlicht in Uncategorized von jakobine am 04/06/2008

Nach der realtiven Pleite in der Waldbühne, wo ich Robert Zimmermann zum ersten Mal live erleben durfte, haben Papa und ich es gestern also noch einmal gewagt: Don’t you dare miss it!

Als wir uns dem  Eispalast, der modernen Petersburger Konzert-und Mehrzweckhalle näherten, waren allerdings nirgends die zu erwartenden Menschenmassen zu sehen. Auch als wir unsere Plätze einnahmen, war die Halle mit geschätzten 1000 Leuten mehr als dürftig gefüllt. Schande! Aber als es dann losging, strömten auf einmal von man weiß nicht woher Menschen herein und retteten somit die Situation. Und es hat sich gelohnt: Die Band war klasse und rokte das Haus, der Bob mundharmonika-zierte, orgelte und raschelte seine genialen Texte ins Mikro. Die Menschen jubelten, tanzten wie wild den Rock’Roll, sangen. Die Stimmung war so losgelöst, befreit und glücklich (am Anfang hatt e das Publikum etwas ärgerlich geschienen fast, weil die Show nicht um Punkt 20h  anfing) – für mich fühlte es sich an, als wäre gerade der eiserne Vorhang gefallen (Nicht dass ich es damals erlebt hätte.) Супер!

Sogar eine lange Zugabe aus zwei Stücken haben sie gegeben! :D

Jetzt werd mal nicht fläch hier!

Veröffentlicht in Uncategorized von jakobine am 28/05/2008

Ist Russland, das Land mit weltweit der größten Oberfläche vielleicht auch das Land der Oberflächlichkeit? Dass viel Wert auf Äußerlichkeiten, Schein, Shine und Bling gelegt wird, hatte ich ja glaube ich schon mal am Rande erwähnt… Die Artikel in der nationalen Ausgabe der Vogue sind nie länger als eine Doppelseite. Mit dem Thema wenig Vertraute werden jetzt anmerken, dass sei doch normal für eine Frauenzeitschrift, noch dazu Hochglanz, aber da möchte ich die Ergebnisse des internationalen Vergleichs anführen – anderswo nehmen die Artikel durchaus mehrere Seiten an. Haha, sonst noch was?

Weiße Nächte, weiß nicht

Veröffentlicht in Uncategorized von jakobine am 28/05/2008

Die meisten Leser kennen mich und wissen also, dass ich eher ein Nachtarbeiter bin und gerne bis 2 Uhr rumdudele… Langsam wird’s jetzt hier aber unheimlich: Wenn es um 23h noch mindestens so hell ist wie anderswo um 20h, komme selbst ich aus dem Konzept, bzw. fällt es mir umso schwerer, mich daran zu erinnern, dass man ja nachts doch irgendwann mal schlafen sollte. Habe ich es dann doch geschafft, mir das i Erinnerung zu rufen, fällt das konkrete Einschlafen umso schwerer denn „dunkel war’s, die Nacht schien HELLE“.

Business ist LANGWEILIG…

Veröffentlicht in Uni von jakobine am 09/04/2008

So, wie ihr gerade GsD nicht seht, ist es hier 13 Minuten vor vier Uhr nachts und ich sitze am Computer und lese Yanns überaus empfehlenswertes Blog ( http://zweidigital.blogspot.com/ ), denn ich kann der Theorie meines Businesskurses (Strategic Leadership and Management), in dem wir morgen die Prüfung schreiben nicht besonders viel abgewinnen, leider. Die psychologische Dimension ist mir zu oberflächlich und irgendwie, finde ich, liegt das alles auf der Hand. Aber eben nur fast und außerdem muss man die Porterschen etc. Begrifflichkeiten kennen – Communication process und bitte das decoding nicht vergessen. Tja, wenn die Transmission nicht funktioniert gibt’s auf Maul, sach ich ma, ne. Aber hier ist gerade überhaupt kein Loss in communication, wahrscheinlich eher ne Overdose, wieshalb labereich euch eigentlich zu, wenn ich schlafen sollte – Scheint ne Loss-Loss-Situation zu sein ?!

Wieso wollen wir eigentlich alle Geld? Und sollen deshalb alle Business und Finance lernen. Vielen Dank übrigens, Philippe, für das Angebot, mich für ein Praktikum irgendwie in die Londoner City zu schieben, aber ich bin nicht interessiert. Denn Banking ist langweilig… (Nicht alles, allerdings.)

So, und bald schreibe ich euch den von langer Hand geplanten Eintrag über Luxus und Louis Vuitton Taschen. Von wegen Geld…

Veröffentlicht in Uncategorized von jakobine am 08/04/2008

Wieso heißen hier eigentlich alle gleich, irgendwie? Das stört mich regelrecht. Kommen sie sich da nicht austauschbar vor?!

 

P.S.: Ich war heute Reiten, nach drei Jahren wieder. Hihi, und das hier. Aber es musste absolut sein und der Stall war auch gut. Mein Pferdchen hieß Erfolg. Oh ja.

Barbie

Veröffentlicht in Uncategorized von jakobine am 03/04/2008

Ganz zu Anfang folgendes, nochmal: Ich möchte hier nichts verallgemeinern, generalisieren, über einen Kamm scheren; kein allgemeingültiges oder umfassendes Bild von Russland zeichnen. Wer das haben möchte sei enttäuscht, denn sowas gibt es, denke ich, nicht. Investiert einfach in ein Visum und kommt selbst her. In diesem Blog bringe ich also nur meine überschäumende Gedanken- und Seelenwelt „zu Papier“. Denn – sorry, Nietzsche – nicht alles, was dich nicht umbringt, macht dich stärker. Please don’t forget: Alles hier ist mehr als subjektiv, häufig vielleicht sogar einfach falsch oder übertrieben. Ken sagte einst zu mir, ich sei das einzige (nichtßrussische) Mädchen, das er kenne, welches bleiben wolle und dem es hier gefalle – denn „competition is so high“. Russische Mädchen sind ja nun wirklich berühmt berüchtigt, und ihr habt ja auch von mir schon Kommentare zu diesem Thema vernommen. Oft wird ihr Verhalten ja auf den grassierenden Männermangel – vor allen an nüchternen, die dich nicht schlagen – zurückgeführt. Dazu kann ich (GsD) noch nichts zu sagen. Abraham sagte zu mir, ich sei nicht wie die Mädchen hier – aufgestylt und aufreizend. Indeed war ich Jeans und Turnschuhen in der Disko… Nachdem ich nämlich heute vor lauter Müdigkeit auf meinen offenen (amerikanischen) 9-cm-Absätzen die Vortreppe der Uni runtergefallen bin und mir die Strumpfhose zerrissen und das Knie aufgeschlagen habe, hatte ich keinen Bock auf denen auch noch in die Tanzstunde und ins Kino („Roman de Gare“ von Jacques Lelouch – anscheinend hat der Chef vom Dom Kino hier einen Narren am französischen Kino gefressen. Den Film können wir jedenfalls auch nur empfehlen.) zu staken. Dennoch meinte er anscheinend, mich genauso kaufen zu können. Denn das ist hier ziemlich möglich (wobei die Mädchen in den Staaten ja auch relativ easy going sind; es da aber irgendwie anders ist, weil anscheinend nicht so ernst.) Micky war wohl der einzige „Westler“, der naiv genug war, schockiert zu sein als seine zwei (russischen) Gesprächspartnerinnen nach geschlagenen vier Minuten den Wunsch nach „Schampanskoje“ äußerten… Obwohl ich mich natürlich, wie wahrscheinlich wir alle mal, auch ab und zu über Einladungen freue, fand ich das jetzt oll. Zumal er sich selbst an irgendeinen älteren Amerikaner hängt – „leave the tap open!“ Na, dann mal guten Durst. Ich bin jedenfalls gegangen und schreibe euch einen Brief. Er kann ja ein russisches Mädchen einladen. Da hat er garantiert keine Schwierigkeiten, eine zu finden. Die haben es anscheinend nötiger. Man, bin ich mies.

Ein interessanter Tag

Veröffentlicht in Uncategorized von jakobine am 01/04/2008

Ja, dann schreibe ich jetzt mal so random-mäßig.Es in heute morgen in der U-Bahn an: Am finnischen Bahnhof kommt eine sexy Bahnmitarbeiterin in Uniform mit „Rock“ von der Länge meines Mittelfingers rein, stellt sich in Dominapose in den Gang und bellt einmal durch den Waggon: „Taschen ohne Besitzer?!“  Sie guckt in die Runde, nickt einmal wissend und ergreift in einem sexy „Bücken-und-Hopp“-Move à la „Natürlich blond“ mit steifen Fingern eine kleinere Reisetasche aus beigen Nylon, die mir vorher gar nicht aufgefallen war. Irgendwie fand ich das spannend. Immerhin hat sie nicht alles abgesperrt und das Ding vorsichtshalber gesprengt, so wie sie es am Pariser Flughafen Charles de Gaulle-Roissy machen… (Deshalb musste ich da letztes Mal noch zwei Stunden rumsitzen, bevor wir rausgelassen wurden.)  (mehr…)

Hundeedel

Veröffentlicht in Uncategorized von jakobine am 26/03/2008

foto-24.jpgfoto-26.jpgHeute war ich beim Friseur, bereit für das gesamte Russenprogramm, was auch immer man mir anbieten würde… Dafür hat es dann aber doch nicht gereicht, denn noch zwei Stunden zusätzlich zu der einen eingeplanten konnte ich nicht aufbringen. Also ohne blonde Strähnchen, haha. Dafür hat sie mir die Haare geglättet. Zum ersten Mal in meinem Leben, aber ich wollte es ja schon immer mal wissen… Nur komme  ich mir jetzt vor, wie ein Dackel aus ‘ner Pudelfamilie – irgendwie falsch. Wobei alle sagen, es sei fein. Und bei knapp 22 Eruo kann ich mich eigetnlich auch nicht beschweren, oder (ich geh ja so selten zum Friseur).  Naja, macht euch selber ein Bild, hier kommen welche.

Mein Leben ohne Streben

Veröffentlicht in Uncategorized von jakobine am 23/03/2008

Ich überlege immer, wozu dieses Blog eigentlich dienen soll. Wollt ihr alles wissen oder sollte ich euch nur über interessante Dinge informieren, so wie ich es eigentlich dachte? Dafür passiert dann aber in meinem Leben momentan zu wenig. Oder aber, wenn, bin ich zu faul oder zu müde davon, um noch großartig darüber zu berichten, wie man sieht. Heute war ich zum Beispiel im Puppenmuseum… Jaja, strange Dinge gibt es hier, besonders die Museen sind wahre Fundgruben an Skurrilitäten… Mit einem Eintrittspreis von glatten 2 Euro ist es auch noch echt teuer für hiesige Verhältnisse. Dafür arbeiten dann dort aber auch 5 Damen, die einen in Ihren jeweiligen Raum locken und dazu zwinge, alle Texte über Kasperles verschiedene Namen auf der ganzen Welt zu lesen. Das ist natürlich übertrieben von mir. Haha.