Pause – Persönliche Auseinandernahme und schöne Erlebnisse?
Jakobine denkt jetzt erst mal nach, bevor sie schreibt. Kann also ne Weile dauern.
Für die Pause, was zum Knabbern:
Moskau war sehr, sehr geil, aber es hat mich ziemlich mitgenommen auch. Rauszukommen, jetzt mal, war wohl nicht falsch, obwohl ich es bereits vermisse. Leider hat es nicht gereicht für ein A in der Magisterskaya Rabota. Nu vot
Selber schuld.
Seit letzter Woche mache ich mein Praktikum bei der deutschen Botschaft in Kiew. Nice.
Im September (11., um genau zu sein) geht es in Paris in die Endrunde.
Ich weiß zwar nicht, wer ich bin – aber ich weiss, wer ihr seid, und auf jeden Fall der Liebe wert.
XX
ist auf Kurztrip in Europa
, nämlich demnächst – nach Leipzig und Berlin, letzeres welcheres ich morgen verlassen werde, in :
Paris 27.-30. Januar 2009
30/31. Januar für eine Nacht in Nancy
1.-7. Februar in Val Cenis zum Ski fahren, yeppa!
7./8. Februar in Paris
und am 9. Februar dann zurück in Mосква zum SEMESTERBEGINN.
Sodele, ihr Laben, jetzt wisst ihr Bescheid.
M.ega O.ber. S.chüsche K.rasse A.ußergewöhnliche U.rbs
Wie man mit Blick auf diesen Blog feststellt, hat mich das erste Semester anscheinend soviel Anstrengung und Zeit gekostet, dass keinerlei Möglichkeit blieb um euch via dieses Blogs auch nur die kleinste Kleinigkeit mitzuteilen.
Dabei gab es viel und verschiedenstes auseinanderzusetzen. Aber das habe ich lieber mit meinen Freundinnen hier ausdiskutiert, muss ich gestehen. Sie waren eine recht interessante Mischung, weil, wie so oft im “Exil” zusammengewürfelt und mit alle mit einem, mehr oder minder großen, Sprung in der Schüssel. Vom kosmopolitischen Diplomatenkind, magersüchtigen Modepüppchen (nein, nicht ich – keine Angst), Waisenkind des altrussischen Adels, stets besoffenen Industriellensohn, partywütigen Bauernmädchen, das die Grossstadt entdecken muss bis zum schüchternen Landei aus der Bretagne war alles dabei. Dazwischen natürlich die ganzen Russen, wo das Spektrum eigentlich ziemlich ähnlich breit ist. Und soll ich euch mal was sagen? Eigentlich sind (fast) alle nett! Hier übrigens mal ein Link zu einem deutschen Artikel pber meine Uni. Ich warte ersmal auf eure Kommentare bevor ich dazu meine Meinung abgebe. Die, “die wir in Russland leben” haben zu der Presseberichterstattung über Russland in der Regel ein ziemlich dezidierte Meinung.
http://www.manager-magazin.de/koepfe/karriere/0,2828,568625,00.html
Wo ich wohne
ist es schön.
Und das ist meine Adresse:
Die Nähen der Weiten der Welten des Internets
Ich erfahre hier erstaunliches, was mich so besonders wegen meiner Obrigkeitshörigkeit (aber nur Intellektuellen gegenüber, Polizisten und Eltern zählen nicht dazu) und Eliten-Bewunderung erstaunt.
So weit und groß das Internet ist, so nah und direkt ermöglicht es den Kontakt. Hier bei der Politikfabrik besteht viel meiner Arbeit im E-mail-Schreiben, um Kontakte in der Ukraine zu sammeln, zu pflegen und zu erweitern.
Auf einmal schrieb ich dafür in die Ukraine und auch nach Amerika, mit Studenten und Professoren, Schriftstellern, Photographen und Regisseuren. Alles Menschen, mit denen ich sonst niemals in Kontakt treten würde, denn ich respektier eund bewahre ja solche Abstände mit größter Ehrfurcht Meine Kollegin Theresa hat einen Mail-Austausch mit dem Personal Manager von Schevchenko bei Chelsea und spricht ihn mit Vornamen an.
Ich bin erstaunt: Noch eine neue Veränderung unserer Gesellschaft, die das Internet mit sich bringt. Eine bisher von mir unbeachtete Dimension. Was wird das bedeuten für die Entwicklung von sozialen Hierarchien in der Zukunft?
Mein Flug…
… ist dieser hier: Air Berlin AB8352 am 27.08.08 von Berlin-Tegel um 11:20 nach Moskau Domodedovo, Landung um 16:05 .
Being in Berlin
Ich bin also “zurück Zuhause” seit knapp zehn Tagen. Irgendwie habe ich mich immer noch nicht wieder eingewöhnt, hab ich das Gefühl. Ob das wohl je wieder passiert? Naja, wie auch immer. Ich komm mir vor wie ein Touri, renne durch Prenzlauer Berg wie ein Touri, nur dass ich da arbeite. Die Stadt ändert sich andauernd, man hört überall französisch und die Friedrichstraße erinnert an Amerika. Nur gestritten wird immer noch wie in Deutschland, wie in Berlin eh und je – Obama am Brandenburger Tor, Präsident, Wahlkampf, ja, nein, Geschrei. Und auch kommentiert wird noch wie zuvor: Letztens rannte ich wie eine verplante Carrie barfüßig zum Sex&The City-Movie durch die Stadt, weil ich dafür meine viel zu ausgelatschten Ballerinas ausziehen musste, da hörte ich auf einmal hinter mir “Oh ja, na das sehen wir immer gerne!!” und das Lachen in der Stimme. Als ich mich umdrehte im Lauf, erblickte einen weißhaarigen Waschecht-Berliner mit seinen Kumpels. Yippie yeah. Ich ein Berliner und ick weß och nich wie dit weita jehin soll…
Das neue Russland
Präsentationsvideo zum Tourismus in der westsibirischen Region (dort wo eben der EU-Russland-Gipfel stattfand)
Moskau, Moskau…!
Also, die Zeit des Suspense ist endlich vorbei und nachdem ich schon solche ANgst und Horrorvisionen hatte, nach dem hypernervös geführtem Stottergespräch mit der Auswahlkommission, muss ich mir nun doch keine Kugel in den Kopf jagen, denn:
Ich wurde angenommen beim Doppeldiplom MGIMO-Sciences Po 2008-2010!!
Kosaken, he-he-hebt die Gläser… (und so weiter
)
Im Klartext werde ich also das Studienjahr 2008-2009 in Moskau verbringen, und das darauf folgende dann in Paris. Jetzt wissen also Bescheid.
Im Sommer, bzw. Juli und August, bin ich übrigens für ein Praktikum bei der politikfabrik (siehe link links) in Berlin.
“The Bob” in Piter
Als wir uns dem Eispalast, der modernen Petersburger Konzert-und Mehrzweckhalle näherten, waren allerdings nirgends die zu erwartenden Menschenmassen zu sehen. Auch als wir unsere Plätze einnahmen, war die Halle mit geschätzten 1000 Leuten mehr als dürftig gefüllt. Schande! Aber als es dann losging, strömten auf einmal von man weiß nicht woher Menschen herein und retteten somit die Situation. Und es hat sich gelohnt: Die Band war klasse und rokte das Haus, der Bob mundharmonika-zierte, orgelte und raschelte seine genialen Texte ins Mikro. Die Menschen jubelten, tanzten wie wild den Rock’Roll, sangen. Die Stimmung war so losgelöst, befreit und glücklich (am Anfang hatt e das Publikum etwas ärgerlich geschienen fast, weil die Show nicht um Punkt 20h anfing) – für mich fühlte es sich an, als wäre gerade der eiserne Vorhang gefallen (Nicht dass ich es damals erlebt hätte.) Супер!
Sogar eine lange Zugabe aus zwei Stücken haben sie gegeben!



